Dieser Rechner verlangt bewusst nur eine einzige Eingabe: Ihr monatliches Nettoeinkommen. Anders als bei einem Bruttogehalt lässt sich daraus nicht automatisch zurückrechnen, wie hoch Steuern und Sozialabgaben ausgefallen sind — diese hängen in Deutschland von Steuerklasse, Familienstand, Kirchensteuerpflicht und weiteren individuellen Faktoren ab. Deshalb tragen Sie direkt den Betrag ein, der laut Ihrer letzten Gehaltsabrechnung tatsächlich überwiesen wurde, statt eines Bruttowerts, den der Rechner erst umrechnen müsste.
Wer selbstständig ist oder unregelmäßig bezahlt wird, sollte einen realistischen, eher konservativen Monatsdurchschnitt der letzten Monate verwenden statt eines optimistischen Bestwerts, damit die berechneten Zielwerte auch in einem schwächeren Monat noch tragfähig sind.
Der eingegebene Nettobetrag wird mit drei festen Prozentsätzen multipliziert: 50% für Bedarf, 30% für Wünsche und 20% für Ersparnisse und zusätzliche Schuldentilgung. Diese Prozentsätze sind bewusst fest hinterlegt — der Rechner erlaubt aktuell keine individuelle Anpassung des Verhältnisses, weil der Kernrechner in erster Linie schnell den Standard-Richtwert zeigen soll. Weicht Ihre reale Situation davon ab, ist das keineswegs ungewöhnlich; unsere Anleitung Wenn Ihr Bedarf 50% übersteigt beschreibt, wie damit sinnvoll umzugehen ist.
Der Rechner selbst fragt keine einzelnen Ausgabenposten ab — er liefert ausschließlich die drei Zielbeträge. Welche Ihrer tatsächlichen Ausgaben in welche Kategorie fallen, entscheiden Sie selbst; die Grenzen, die wir auf dieser Seite als Orientierung verwenden, sind:
Bedarf — Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Lebensmittel, Krankenversicherung, vertraglich vorgeschriebene Mindestraten für Kredite sowie notwendige Fahrtkosten zur Arbeit oder für die Kinderbetreuung. Wünsche — Restaurantbesuche, Streaming- und andere Abos über das Basisangebot hinaus, Hobbys, Reisen und höherwertige Varianten von Dingen, die eine günstigere Option ebenfalls erfüllen würde. Ersparnisse und Schuldentilgung — Notgroschen, zusätzliche Altersvorsorge über die Pflichtbeiträge hinaus sowie jede Ratenzahlung, die über die vertraglich vorgeschriebene Mindestrate hinausgeht.
Ein wichtiger Sonderfall: Mindestraten und Sondertilgungen werden bewusst unterschiedlich behandelt. Die vertraglich geschuldete Mindestrate zählt zum Bedarf, weil sie nicht verhandelbar ist. Jede zusätzliche, freiwillige Zahlung auf dieselbe Schuld fällt dagegen in die 20%-Kategorie Ersparnisse/Schuldentilgung.
Manche vergleichbare Rechner erlauben es, die 50/30/20-Prozentsätze frei zu verschieben, etwa auf ein individuelles 60/20/20-Verhältnis. Dieser Rechner tut das bewusst nicht, um Verwechslungen zu vermeiden: Das Ziel der Startseite ist es, zunächst den unveränderten Standard-Richtwert zu zeigen, bevor überhaupt über eine Anpassung nachgedacht wird. Wer feststellt, dass eine andere Aufteilung besser passt, kann die drei Zielbeträge aus dem Ergebnis manuell auf das eigene Verhältnis übertragen — der Rechner liefert dafür die Ausgangsbasis, auch wenn er die Anpassung selbst nicht automatisiert.
Die ausgegebenen Beträge werden zur besseren Lesbarkeit auf den nächsten vollen Euro gerundet. Dadurch können die drei Kategoriebeträge in Summe minimal von Ihrem eingegebenen Nettoeinkommen abweichen — das ist ein reiner Anzeigeeffekt der Rundung und kein Rechenfehler; die Abweichung liegt nie über wenigen Cent pro Kategorie.
Der Rechner verbindet sich nicht mit Ihrem Bankkonto, verfolgt keine echten Ausgaben über die Zeit, berechnet keine Steuern (Sie geben bereits einen Nettobetrag ein) und kennt weder Ihre tatsächlichen Schulden noch Ihre Familiensituation oder Ihren Wohnort. Er liefert ausschließlich eine Richtwert-Aufteilung auf Basis der eingegebenen Zahl — nicht mehr. Es handelt sich um eine allgemeine, edukative Schätzung, keinen individuellen Finanzplan, und sie ersetzt keine Anlage-, Steuer-, Rechts- oder Kreditberatung.
Die 50/30/20-Regel geht von einem einigermaßen typischen Verhältnis zwischen Lebenshaltungskosten und Einkommen aus. In teuren Großstädten, bei Einzelverdiener-Haushalten oder bei Haushalten mit hohen medizinischen Kosten, Kinderbetreuungskosten oder Studienkrediten kann die Kategorie Bedarf realistischerweise über 50% liegen, ohne dass beim Budgetieren etwas falsch gemacht wurde. Der Rechner passt sich solchen Situationen nicht automatisch an — er wendet stets dieselben festen 50/30/20-Prozentsätze an, unabhängig von Ihren individuellen Umständen. Das Ergebnis sollte daher als Vergleichswert verstanden werden, nicht als verbindliche Vorgabe.
Ebenso unterscheidet der Rechner nicht zwischen Einzel- und Haushaltseinkommen und berücksichtigt weder regionale Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten noch bestehende Rücklagen oder eine bereits bestehende Schuldenquote. Zwei Personen mit identischem eingegebenen Nettoeinkommen erhalten exakt dieselbe Aufteilung — selbst wenn eine Person allein in einer günstigen Region ohne Schulden lebt und die andere eine Familie in einer teuren Stadt versorgt und gleichzeitig einen Kredit abbezahlt. Das ist eine bewusste Vereinfachung, kein Versehen: Der Rechner soll eine einzelne Frage schnell beantworten, nicht eine vollständige persönliche Finanzsituation abbilden.
Es wäre technisch möglich, ein deutlich längeres Formular zu bauen, das nach Wohnort, unterhaltsberechtigten Personen, bestehenden Schulden und einzelnen Rechnungsposten fragt, um ein persönlicheres Ergebnis zu liefern. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und den Kernrechner auf ein einziges Eingabefeld beschränkt, damit das erste Ergebnis sofort erscheint — niemand sollte zehn Felder ausfüllen müssen, nur um einen ersten Richtwert zu sehen. Wenn Ihre Lebensumstände erkennbar nicht zur Standardaufteilung passen — eine teure Großstadt, ein Einzelverdiener-Haushalt mit Kindern, ungewöhnlich hohe medizinische Kosten oder Schulden — liegt die Lösung nicht in einem komplizierteren Rechner, sondern darin, die empfohlenen Prozentsätze selbst anzupassen, wie es unsere begleitende Anleitung beschreibt. Keine feste Formel kann die Umstände jedes einzelnen Haushalts vollständig abbilden.
Diese Methodik-Beschreibung spiegelt die Rechenlogik wider, die im obigen Rechner tatsächlich läuft. Sollte eine künftige Aktualisierung die Verarbeitung des Nettoeinkommens, die Kategoriendefinitionen oder das Rundungsverhalten ändern, wird diese Seite entsprechend angepasst. Wenn Ihnen eine Abweichung zwischen dieser Beschreibung und dem tatsächlichen Rechnerergebnis auffällt oder Sie eine Frage zu einem hier nicht behandelten Sonderfall haben, wenden Sie sich über unsere Kontaktseite an uns.